von Heidrun Christine Schüler

Es ist nunmehr der 3. Presse-Artikel in letzter Zeit, der direkt/indirekt von AfD-Mitgliedern ausgehend gegen den eigenen Kreisvorstand, bzw.  Kreisvorstandsvorsitzenden angezeigt wurde. Der vorletzte, wir erinnern uns, wurde am 18.05.20 von Wilfried Hinrichs in der NOZ veröffentlicht.

Diejenigen AfD-Mitglieder, die sich über die Presse anscheinend die Durchsetzung ihrer Anliegen versprechen, sind in der Mitgliederschaft von über 100 AfD-lern zahlenmäßig vielleicht nur fünf oder sechs.

Mittlerweile ist der Kreisvorstand es schon fast gewohnt wöchentlich, vielleicht demnächst sogar täglich, mit derartigem Bashing von diesen AfD-Mitgliedern „beglückt“ zu werden.

Zusammenfassend muß hier aber deutlich klargestellt werden: Die in diesen Artikeln oder dem Brief erwähnten „Querelen“ oder „Streitereien“ gibt es in der o.g. Mitgliederschaft und auch im Kreisvorstand nicht.

Vielmehr handelt es sich bei diesen Diskreditierungen um einseitig lancierte Angriffe einer Handvoll Mitglieder durch die Presse gegen den mit großer Mehrheit gewählten AfD-Kreisvorstand. Dadurch wird seit langem von wenigen AfD-lern auf diese Weise die sehr gute Arbeit des Kreisvorstandes unnötig blockiert und massiv behindert. Dennoch konzentriert sich der Vorstand voll und ganz auf seine inhaltliche Arbeit.

Das von Suhren geäußerte Begehren, den Kreisverband wieder in Stadt und Land aufzuteilen oder Ortsverbände einzurichten, ist bereits in der Mitgliederschaft diskutiert worden. Gründe dafür wären z.B. die spezifischen Probleme im umfangreichen Landkreis, die sich nicht unbedingt mit denen der Stadt decken. Außerdem ist die Größe des Landkreises und der damit zu bewältigende Arbeitsaufwand unbedingt zu beachten. 

Dagegen spricht zur Zeit die Tatsache, daß es nicht ratsam wäre für alle Bereiche die noch überschaubare Mitgliederzahl aufzuteilen und damit zu schwächen. Das Personal ist für eine derartige Aktion zahlenmäßig noch nicht vorhanden. Dies alles ist auch dem AfD-Landesvorstand in Hannover hinreichend bekannt. Außerdem gibt es zur Zeit für diese Neuordnung noch keine Mehrheit.

In jedem Fall wird der Kreisvorstand das Konzept für einzelne Ortsverbände prüfend in seine Agenda aufnehmen.

Mehrmals sind diejenigen Mitglieder, die sich beschwert haben, eingeladen und aufgefordert worden, ihre Anliegen intern vorzutragen und abstimmen zu lassen, vergeblich. Stattdessen haben sie – wie hier geschehen – ohne Rücksprache mehrmals die Presse eingebunden, was sich für die Außendarstellung der AfD-Osnabrück leider höchst negativ auswirkt und den Betreffenden sehr zu denken geben sollte. Schließlich gilt besonders für verantwortliches politisches Handeln: Denke bei dem, was du tust stets vom Ende her („Quidquid agis…respice finem“).

Hinzu kommt der jetzt von der NOZ veröffentlichte Brief Bodo Suhrens gegen den Kreisvorstand seiner eigenen Partei. Mit Suhrens stark abwertenden Begriffen und Worten, wie z.B. „unwählbare Truppe“, oder „abschreckende Wirkung“, läßt er kein gutes Haar mehr an seinen AfD-Parteikollegen. Wer z.B. wollte nach solchen Breitseiten und Eigenschüssen bei der kommenden Wahl noch Suhrens AfD wählen? Auch hier gilt: „Quidquid agis…respice finem“.

Denn es dürfte auch ihm bekannt sein, daß Begriffe und Worte wie „Streitereien und anhaltende interne Querelen“ und andere, die von ihm benutzt wurden, höchst abschreckend auf Außenstehende – besonders aber auf Wähler – wirken. Kein Mensch in der Öffentlichkeit fragt dabei nach wahr oder falsch, nach Angriff und Abwehr, nach Aktion und Reaktion, nach Berechtigung und dessen Gegenteil. Das interessiert Niemanden. Der Schaden in der Öffentlichkeit, der durch solche Worte angerichtet wird, der allein ist von Bedeutung. Und es wird wohl leider hierbei der Schaden aller AfD-Mitglieder sein, die dadurch betroffen sind und in Mitleidenschaft gezogen wurden, wohl auch der seine. 

Genau seine Worte sind es, die ein so „desaströses öffentliches Bild“, wie er es bezeichnet, bei der Wählerschaft vermitteln.

Man stelle sich nur vor, wenn in anderen Parteien, die zudem kaum Angriffe von außen und den Medien zu befürchten haben, eine kleine Minderheit von Mitgliedern in die Öffentlichkeit ginge und ständig die Presse gegen die eigene Partei mit ähnlich verunglimpfenden und diskreditierenden Begriffen instrumentalisieren würde. Das wäre ein handfester Skandal, oder?

Dennoch: ungeachtet dessen arbeitet der Kreisvorstand mit Hochdruck an den Wahlvorbereitungen und würde sich über eine konstruktive Mitarbeit auch der Mitglieder, die sich bisher noch nicht beteiligt haben, sehr freuen.

Die Vorbereitungen für die kommende Kommunalwahl werden von uns sehr ernst genommen, besonders, da wir unsere AfD-Politik als einzige und echte Oppositions-Politik und wirkliche Chance für unser Land betrachten und erachten.

Was läuft dazu aktuell ab?

Die aktiven AfD-ler suchen unter anderem mit zahlreichen Info-Ständen und Kundgebungen schon jetzt an verschiedenen Orten Bürgernähe und -kontakt. 

An solchen Info-Ständen erfahren wir in Gesprächen die Wünsche, Hoffnungen und Sorgen der Bürger, also, wo bei ihnen „buchstäblich der Schuh drückt“ und verteilen gleichzeitig mit Flyern AfD-Politik.

Außerdem organisieren wir eine Menge von praktischen Wahleinrichtungen, wie z.B. (LKW mit Bühne und Lautsprecher) für diverse Wahlkundgebungen mit AfD-Promis.

Darüber hinaus erarbeitet die AfD-Osnabrück ein kommunales Wahl-Programm. Als Opposition erstellt sie für die Kommunen Themen, die die lebenswichtigen Interessen (z.B. Wohnen, Abgaben/Gebühren, Umwelt, Migration, Straßen, Verkehr und Infra-Struktur) unserer Bürger und Steuerzahler vor Ort betreffen, schützen und vertreten.

Diese politische Arbeit für unsere Bürger in den Kommunen wird vielleicht auch die von Bodo Suhren (et alia) thematisch ergänzen und ihn u.U. mit der Mehrheit der Mitglieder als wählbare Truppe verbinden.

Mit freundlichen Grüßen

-Heidrun Christine Schüler/stellv. Kreisvorsitzende/Pressesprecherin-