Der Schulleiter der Gesamtschule Schinkel, Herr Cronshagen, hat den Wunsch des Landtagsabgeordneten Harm Rykena positiv beantwortet und eine Einladung in die Schule ausgesprochen. Dieses Treffen fand nun am 12.06.2019 vor Ort in der Schule statt.

Abgesehen von Herrn Rykena waren der Referent Adam Golkontt (Referent für Kultus und Wissenschaft), der Fraktionsvorsitzende der AfD Kreistagsfraktion Bodo Suhren und ich an diesem Treffen beteiligt. Die Gesamtschule war mit Herr Cronshagen, dem Stellvertretenden Schulleiter, einer Dame von der Schulbehörde und zwei weiteren Vertretern der Schule anwesend.

Wir wurden um 16.30 Uhr sehr freundschaftlich mit Kaffee und Gebäck empfangen. Ein kleiner Smalltalk bevor dann wenig später alle Beteiligten eintrafen. Herr Cronshagen erwähnte, dass für das gesamte Gespräch etwa 30 Minuten vorgesehen seien. Nach einer kurzen Vorstellung der anwesenden Personen wurde uns ein kleiner, aber ausführlicher Bericht über die Gesamtschule mit Beamer präsentiert. Die Schule beherbergt etwa 1600 Schüler und ist von 08.15 Uhr bis 16.00 Uhr als Ganztagsschule eingerichtet. Einer der Schwerpunkte ist die Vorbereitung auf das Berufsleben. So arbeitet die Schule mit Kooperationspartner und Betrieben zur Berufsförderung zusammen. Um welche Kooperationspartner es sich dabei handelt, wurde uns nicht mitgeteilt.

Nach einigen allgemeinen Fragen von Herrn Rykena haben wir den Schwerpunkt dann auf das Theaterstück gelegt.

Auf die Frage, wie dieses Stück zustande gekommen sei, erklärte Herr Cronshagen, dass dies der eigene Wunsch der Schülerinnen und Schüler gewesen sei. Auch das „Drehbuch“ sei von den Schülern selbst verfasst worden. Hierin seien weniger Tatsachen verarbeitet worden und eingeflossen, als vielmehr Gefühle und Ängste, die die Kinder und Jugendlichen entwickelt hatten, nachdem Sie bestimmte Berichte über die AfD und deren Vertretern gelesen haben.

Ich weiß ja nicht, was Sie beim Lesen des NOZ-Artikels über das Stück empfunden haben, aber für mich erschien er als „Tatsachenbericht“, weshalb ich ihn so deutete, dass all das im Theaterstück Aufgeführte der Wille und das Ziel der AfD sei. Mit dieser Einschätzung stehe ich nicht alleine da.

Als wir erneut explizit auf den von der NOZ verfassten Artikel zu sprechen gekommen sind, haben wir direkt gefragt, ob der Artikel tatsächlich das vorgeführte Theaterstück widerspiegele. Hier wurde uns dann erklärt, dass der Inhalt etwas überspitzt sei, da der Journalist sein „persönliches Empfinden“ mit in den Bericht eingebaut habe. Somit entspricht der Artikel nicht detailliert dem tatsächlichen Geschehen.

Auch das wurde mehrfach wiederholt und wir alle haben es auch so unmissverständlich verstanden.

Ich fragten dann, ob es sein könne, dass die Schülerinnen und Schüler vielleicht falsche „Gefühle“ über die AfD entwickelt hätten, da sie diese immerhin  anhand von Medien (in diesem Fall sogar einer monopolistischen Zeitung) mitbeeinflusst wurden und gerade MEHRFACH erklärt wurde, dass der Inhalt des damaligen NOZ Artikels ein persönliches Empfinden des Autoren widergibt und nicht die tatsächlichen Ereignisse. Aus meiner Sicht war diese Frage sehr unangenehm für die Beteiligten, denn wenn Sie diesem zugestimmt hätten, hätten Sie eingestanden, dass die Schülerinnen und Schüler durch die Medien inkorrekt informiert worden sein könnten.

Auch hat die Schulleitung „künstlerische Freiheit“ erwähnt. Somit ist die Schule aus der Verantwortung zu nehmen. Allerdings wurde uns mitgeteilt, dass es sich bei der Theatergruppe um einen Wahlpflichtkurs handelt, welcher benotet wird. Eine Benotung findet hierbei nach „offiziellen Vorgaben“ statt. Da es sich also um offiziellen Schulunterricht handelt, sehe ich hier sehr wohl die Schule in der Verantwortung und der Pflicht, Inhalte, die Öffentlich gezeigt werden, im Vorfeld genau zu prüfen.

Wir fragten dann nach dem Drehbuch, ob wir dieses bekommen könnten, um den Inhalt mit dem des NOZ-Artikels zu vergleichen. Dieses wurde leider (für den Moment) abgelehnt, Das Drehbuch sei Eigentum der Schülerinnen und Schüler, welche dieses selbst geschrieben hätten. Aus meiner Sicht eine Interessante Antwort. Da es sich um benoteten Unterricht handelt, möchten wir doch nur das Unterrichtsmaterial einsehen, welches in einem offiziellen Unterricht benutzt wurde.

Die Schulleitung hat uns aber zugesagt, die Schüler zu fragen, ob wir es erhalten können.

Leider waren die Schülerinnen und Schüler bei diesem Gespräch nicht anwesend und auch nicht die verantwortliche Lehrerin und bereits nach 20 Minuten Kommunikation über das Theaterstück war man seitens der Schule und der Schulabteilung an einem schnellen Ende des Gesprächs interessiert. Dies aus meiner Sicht, da wir sehr gezielte Fragen gestellt haben, die augenscheinlich für die Beteiligten unangenehm waren.

Zu guter Letzt haben wir nochmals betont, mit den Schülerinnen und Schülern ins Gespräch zu kommen und auch hier wurde uns mitgeteilt, dass man die Schüler fragen möchte und man sich dann melden werde.

Obwohl es eine angenehme Atmosphäre war, fühlte ich mich trotzdem manchmal etwas unwohl, da Körperhaltung und Gesichtsausdrücke der Schulleitung gelegentlich einen abstandnehmenden Anschein machten.

Florian Meyer

Kreisvorsitzender AfD Osnabrück